Hundehaltung in der Schweiz


Mikrochip

Seit dem 1. Januar 2007 müssen alle Hunde in der Schweiz, egal ob sie ins Ausland reisen oder nicht, mit einem Mikrochip gekennzeichnet und bei AMICUS registriert sein.


Hundesteuer

Jeder Hundehalter ist verpflichtet, seinen Hund bei der Wohngemeinde anzumelden und für ihn eine jährliche Hundesteuer zu entrichten. Die Höhe der Steuer variiert von Gemeinde zu Gemeinde; ebenso allfällige Vergünstigungen für Blinden-, Therapie- oder Diensthunde. Die Hundemarke sollte der Hund stets am Halsband tragen.


Heimtierpass

Seit Juni 2004 benötigen Hunde für Reisen in EU-Staaten einen Heimtierpass, ein Dokument, das den ehemaligen Impfausweis ersetzt. Dies gilt nicht für Besitzer von Hunden mit einem blauen EU-Pass. Für den Grenzübertritt ist eine Tollwut-Impfung obligatorisch. Einzelne Länder haben zusätzliche Sonderbestimmungen.



Meldepflicht

Leinenzwang

Kotaufnahmepflicht


Seit Mai 2006 müssen Tierärzte, Hundeausbildende, Hundeheim oder Zollorgane Hunde melden, die Anzeichen für ein übermässig aggressives Verhalten zeigen. Bissverletzungen, die einen Tierarztbesuch zur Folge haben, müssen dem Kantonstierarzt gemeldet werden. Ebenso sind Ärzte verpflichtet, Bissverletzungen durch Hunde zu melden.


Rasseverbote

Zurzeit gibt es in der Schweiz kantonal sehr unterschiedliche Vorschriften für Hundehalter. So sind in einigen Kantonen gewisse Rassen verboten, in anderen gilt Maulkorb- oder Leinenpflicht. Wer einen 'Listenhund' erwerben will, muss in vielen Kantonen erst eine Haltebewilligung einholen, die an verschiedene Auflagen geknüpft ist.

- www.tierimrecht.org


Wo Hunde zwingend an der Leine zu führen sind, ist kantonal unterschiedlich geregelt (Gemeinden können zusätzliche Auflagen erlassen). In Naturschutzgebieten und Uferzonen, in Parks und in vielen Wäldern ist es grundsätzlich verboten, Hunde frei laufen zu lassen. In einzelnen Kantonen gibt es einen Leinenzwang für bestimmte Hunderassen.


Nur noch Hundehalter ab 16 jahren

Generell können nur noch Personen ab 16 Jahren als Hundehaltende erfasst werden. Bei jüngeren Personen wird die gesetzliche Vertretung in der Hundedatenbank erfasst.


In einigen Gemeinden und Städten ist die Kotaufnahme Pflicht. Respektive: Fehlbare Hundebesitzer werden, sofern auf 'frischer Tat ertappt', gebüsst. Auch wenn dies in Ihrer Wohngemeinde nicht der Fall ist: Es sollte für jeden Hundehalter selbstverständlich sein, dass er die Hinterlassenschaften seines Vierbeiner beseitigt.


Fachgerechte Tötung

Die Tierschutzverordnung legt fest, welche Kriterien eine fachgerechte und tierschutzkonforme Tötung erfüllen muss. Hunde als Wirbeltiere dürfen nur von fachkundigen Personen und grundsätzlich unter Beträubungspflicht getötet werden.